Politik in Rom: Politik und Inszenierung in der Römischen Republik, Aufsatz von B. Linke, (APuZ 7) bpb, 2006. Zudem wurden die Heerführer des Reiches, insbesondere die Prokonsuln und Propraetoren, durch die ausgedehnteren Feldzüge und dank der auf sie eingeschworenen Legionen zu immer mächtigeren Personen, die sich nach ihrer Rückkehr nach Rom nicht mehr mit dem Verlust all ihrer Machtbefugnisse abfinden mochten. Dass Caesar aus den Reihen der Popularen stammte, zeigt, dass der ursprüngliche Konflikt – Vorherrschaft des Senatsadels oder stärkere Beteiligung des Volkes – kaum noch eine Rolle spielte. Durch die militärischen Erfolge in den Kriegen gegen Karthago und Makedonien hatte sich Roms Außenpolitik verändert. Sein Bruder Gaius Gracchus setzte seine Pläne fort und versuchte, die Sympathien der Stadtbevölkerung, der Ritter und Bundesgenossen zu gewinnen. An dieser Stelle erlangte Feldherr Gaius Marius politische Bedeutung. eine Agrarreform durchsetzen [Quelle Plutarchs]. Sie bildeten im verfassungsrechtlichen Rahmen der Lex Titia das zweite Triumvirat und beseitigten mittels Proskriptionen rücksichtslos alle innenpolitischen Gegner, u. a. auch Cicero. Caesar nutzte die Provinz Gallia cisalpina als Ausgangsbasis, um in den Jahren 58–51 v. Chr. Nachdem Crassus 53 v. Chr. Begleitbuch für die lateinische Lektüre. Price: $5.50 Prints in 3-5 business days. Er unternahm einen erneuten Anlauf, das Agrarproblem zu lösen. Get this from a library! Als Politiker setzte Marius eine Heeres- und Agrarreform durch: An die Stelle des bisherigen Bürgeraufgebots trat ein Berufsheer, in das auch Angehörige des Proletariats aufgenommen wurden. Auch diese Pläne scheiterten am Widerstand des Senats, der sich in Optimaten und Popularen zersetzte1. Am 15. vom Senat die Order, die Republik gegen Caesar zu verteidigen. Detailstudie mit zahlreichen weiteren Literaturangaben zur Krise der Republik. Viele von ihnen stiegen ins städtische Proletariat ab und wurden so zu einem interessanten Wählerreservoir innerhalb Roms. Zu den Gründungsmythen Roms gehörte seit je her die Geschichte von der Vertreibung des letzten der sieben altrömischen Könige durch Lucius Iunius Brutus. erstritten zudem die italischen Verbündeten Roms das volle Bürgerrecht. Beide gehörten zu den Optimaten, machten aber im Jahr 70 v. Chr. Er gab den Plan der Landverteilung auf und wollte durch die Gründung von Kolonien in Italien und Afrika neues Land erwerben. Anschließend übernahm er, wie jeder Konsul nach Ende seines Amtsjahres, die Verwaltung einer Provinz. Als Feldherr führte er seine ganze Armee gegen Rom und entmachtete das Volkstribunat. Was mit den gescheiterten Gracchischen Reformen und den „Parteikämpfen“ zwischen Optimaten und Popularen begann, endete mit der Errichtung der absoluten Monarchie in Form des Prinzipats unter dem ersten römischen Kaiser Augustus. Unter der Führung des Patriziers Lucius Cornelius Sulla, der gemeinsam mit Marius im Jugurthinischen und im Bundesgenossenkrieg gekämpft hatte, griffen die Optimaten im Senat Marius’ Reformen an. Bitte schalte Deinen AdBlocker aus, damit wir Geschiche kompakt weiterhin kostenlos betreiben können. Von nun an ging es für die Republik um die Existenzfrage: Konnte sie überhaupt noch in der hergebrachten Form bestehen bleiben? Krise und Untergang der Römischen Republik. Von Joachim Rohlfes & Horst Rumpf. Er marschierte gegen Rom, das von Pompeius geräumt wurde, und danach nach Spanien, wo er Pompeius’ Truppen ausschaltete. Den Römern jener Zeit war der Verlust an politischer Freiheit, die mit dem Prinzipat einherging, also durchaus bewusst. Es verteidigte nun nicht mehr nur Italien, sondern etablierte sich zur vorherrschenden Großmacht. Während Sulla wegen des Kriegs gegen König Mithridates VI. Der ehemals mächtige Ritterstand war durch die sullanischen Proskriptionen ausgedünnt worden 4 . Am 10. (Studienbücher Geschichte und Kultur der Alten Welt) | Bringmann, Klaus | ISBN: 9783050034508 | Kostenloser Versand für alle Bücher mit Versand und Verkauf duch Amazon. Tiberius Gracchus war Volkstribun und wollte 133 v. Chr. zurück. besiegte Sulla, unterstützt von Gnaeus Pompeius Magnus, die Popularen und errichtete seinerseits eine Diktatur. Um ein Rückgängigmachen seiner Gesetze zu verhindern, die von den konservativen Kreisen des Senats bekämpft wurden, ließ sich Tiberius Gracchus im Folgejahr erneut zum Volkstribunen wählen. Sie konnten ihre Höfe wegen des Dienstes in den Legionen entweder gar nicht bewirtschaften oder waren, weil sie sich keine Sklaven leisten konnten und nur über geringe Anbauflächen verfügten, gegenüber den Latifundien-Besitzern nicht konkurrenzfähig. Die Optimaten hatten sich vorerst durchgesetzt, aber sie hatten auch ein Moment der Gewalttätigkeit in die römische Innenpolitik eingeführt, das sich schließlich gegen sie selbst wenden sollte. Die Krise der römischen Republik By Annette Pohlke. Die Reformversuche der Gracchen 117 Die Krise der römischen Agrarwirtschaft 117 Der Kreis der Reformer 120 Tiberius Gracchus 120 Diese ungesetzliche „Dreimännerherrschaft“ sollte sicherstellen, „dass nichts im Staate geschehen solle, was einem von den dreien missfiele“. Feldherr Pompeius errang militärische Siege im Osten und ordnete bis 63 v. Chr. Mit den Reformversuchen des Tiberius Gracchus begann eine Zeit, die Rom in den Bürgerkrieg und Caesars Diktatur trieb. Nach der Entscheidung des Konflikts und der Eroberung Siziliens durch Marcus Vipsanius Agrippa im Jahr 36 v. Chr. 6. Mit dem Rückgang der Bauern, hatte dies auch die Folge, dass sie ihre Rüstung nicht mehr selbst Die Macht in Rom fiel demjenigen zu, der als Imperator die größten und kampfstärksten Legionen zu mobilisieren in der Lage war. Sie ergriffen nach zehntägigem Kampf, in dem viele Senatsmitglieder und Anhänger der Optimaten getötet wurden, die Macht und übten anschließend ein Schreckensregiment in Rom aus. Als Epoche der Römischen Bürgerkriege werden die Jahre zwischen 133 und 30 v. Chr. Während sich Antonius mit der Stabilisierung des Ostens beschäftigte, kontrollierte Octavian Italien. führte er erfolgreich Krieg gegen König Jugurtha von Numidien und in den Jahren 102 und 101 v. Chr. Geschichte der Römischen Republik. Die militärische Krise bildete sich aufgrund der Agrarkrise, da Soldaten oft aus dem mittleren bzw. Wegbereiter war der Interrex L. Valerius Flaccus, der hierzu das Ermächtigungsgesetz der Lex Valeria in die Comitia centuriata eingebracht hatte. Get this from a library! Nachdem er so die althergebrachte republikanische Ordnung noch einmal gesichert hatte, trat Sulla 79 v. Chr. Gesetze und Regeln wurden zunehmend den Nützlichkeitserwägungen der jeweiligen Machthaber untergeordnet. So sahen die Gesetzesänderungen vor, das von der Oberschicht unter rechtlich zweifelhaften Umständen aufgekaufte Land in Parzellen aufzuteilen und an Kleinbauern und städtische Proles zu verteilen. Dies bewirkte schließlich eine grundlegende Machtverschiebung, weg vom Senatsadel als Gesamtheit hin zu den einzelnen Inhabern der höchsten militärischen Gewalt, die schließlich mit der weitgehenden Beseitigung der Senatsmacht durch Augustus endete. Schließlich stellte er die Macht des Senats wieder her und schränkte die Kompetenzen der Volkstribunen ein. Agrargesetze sollten die Macht der Großgrundbesitzer beschränken und die Lage der Kleinbauern und städtischen Proletarier verbessern. Pompeius fürchtete Casars mächtige Stellung. Er setzte die Ackerbaugesetze mit Gewalt gegen den Senat durch und erhielt Sonderkommandos in Norditalien, Illyrien und Gallien. An den Volksversammlungen und den jährlichen Wahlen zu den Ämtern der Republik etwa konnte nur teilnehmen, wer sich in der Stadt befand. Diese waren äußerst wichtig für das römische Militär. Neben der Überwindung der sozialen Spannungen war insbesondere der Wunsch nach Erhaltung der militärischen Schlagkraft Roms – nur Besitzende konnten Militärdienst leisten – für Tiberius Gracchus ausschlaggebend. xv, 528, The American Histori Durch zwei der römischen Staatsordnung widersprechende Akte – die Absetzung seines gegen die Agrargesetze stimmenden Mittribunen und die eigenmächtige Freigabe des dem römischen Staat vererbten Attalosvermögens zu deren Durchführung – kamen die Agrargesetze letztlich zustande. Chr., erlangte Tiberius’ jüngerer Bruder Gaius Sempronius Gracchus mit Unterstützung der Equites, des römischen Ritterstands, genügend politisches Gewicht, um die Arbeit seines Bruders fortsetzen zu können. kurz nach einem erneuten Konsulatsantritt gestorben war, drei Mal in Folge zum Konsul wählen. Er unterwarf Gallien und dehnte die römische Herrschaft bis zum Rhein aus. Diese wusste Augustus zu befriedigen: Das augusteische Zeitalter war nicht zuletzt der Beginn der Pax Romana – des römischen Friedens. Dadurch erlangte Caesar politischen Einfluss und Reichtum. im Vertrag von Misenum die Rehabilitation der Proskribierten erreichte, doch bereits im folgenden Jahr flammten die Kämpfe zwischen Octavian und Sextus Pompeius wieder auf. von Ägypten hinaus. Mit unseren Übungsklausuren mit Erwartungshorizont kannst Du den Ernstfall proben Dich perfekt vorbereiten. Die Situation spitzte sich zu, als Caesar mit Billigung Pompeius’ durch den Senat ultimativ aufgefordert wurde, sein Kommando niederzulegen und als Privatmann nach Rom zurückzukehren. Preview. Politisch war Caesar an einem toten Punkt angelangt. eine Agrarreform durchsetzen [Quelle Plutarchs]. März 44 fiel er in Rom einem Attentat zum Opfer4. Crassus verfügte über Syrien und Pompeius kontrollierte Spanien3. Er gab den Plan der Landverteilung … Würde sie die nach Marius’ Heeresreform neu entstandene Macht der Militärgewalthaber zurückdrängen oder integrieren können oder ihr am Ende unterliegen? Die Krise der Römischen Republik hatte ihre Ursache paradoxerweise hauptsächlich in den militärischen Erfolgen. Chr.) Nachdem Caesar 45 v. Chr. Damit konnte Caesar sich zum Alleinherrscher Roms aufschwingen. zum Konsul gewählt. Dies stellte erneut einen Bruch der Verfassungsordnung der Republik dar, in der jedes Amt nach dem Annuitätsprinzip jährlich neu besetzt werden musste. Infolgedessen kam es zu tumultartigen Aufständen in den Straßen Roms, die aber militärisch niedergeschlagen wurden. unteren Bauerntum rekrutiert wurden. Mit dem Ende der Bürgerkriege war auch das unwiderrufliche Ende der Republik gekommen. Mit unseren Zusammenfassungen verschaffst Du Dir schnell einen Überblick über alle relevanten Abiturthemen. Er geriet in Streit mit dem Senat, der seine Reformen ablehnte. Wegen Antonius‘ Kontakten zu Kleopatra brach zwischen den beiden der Bürgerkrieg aus. Daraufhin wurden Tiberius Gracchus und etwa 300 seiner Gefolgsleute von Senatoren und Anhängern der Optimaten auf dem Kapitol erschlagen. mit dem Versuch des Volkstribunen Tiberius Sempronius Gracchus, eine Landreform durchzusetzen. Er stellte die alte Ordnung wieder her und begründete den Beginn der Römischen Kaiserzeit. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2008, ISBN 978-3-534-20041-2. Mit unseren Basiswissenchecks mit hergeleiteten Antworten fragen wir Dich wichtige Eckdaten zu Deinem Thema ab. Als Gaius dafür eintrat, allen italischen Bundesgenossen Roms das Bürgerrecht zu verleihen, verlor er die Unterstützung des stadtrömischen Proletariats, das um seinen ohnehin geringen politischen Einfluss fürchtete. Politik in Rom: Politik und Inszenierung in der Römischen Republik, Aufsatz von B. Linke, (APuZ 7) bpb, 2006. Nach dem Sieg über ihre politischen Gegner wuchsen indes die Spannungen zwischen den verbliebenen Triumvirn, und nun lief alles auf eine letzte Auseinandersetzung mit Antonius und der mit ihm verbündeten Königin Kleopatra VII. Caesar wollte sich erneut um das Konsulat bewerben, tat dies aber in Abwesenheit Roms. Made in Mettmann. Zur Flucht gezwungen, ließ dieser sich von einem Sklaven töten. Julius Caesar war sein Streben nach dem Königstitel zum Verhängnis geworden. Er war der erste Römer, der mehrmals hintereinander das Konsulat bekleidete. wurde er schließlich von den Verschwörern um Marcus Iunius Brutus und Gaius Cassius Longinus ermordet. bezeichnet, in denen die Römische Republik zunächst in eine schwere Krise geriet und schließlich unterging. Es war nun absehbar, dass Rom im Chaos versinken werde2. Pp. In Opposition zu Gaius formierte sich hinter Konsul Lucius Opimius eine Gefolgschaft von unzufriedenen, teils gewaltbereiten Optimaten. Damit erhöhte sich die Zahl der stimmberechtigten römischen Bürger erheblich, ohne dass die städtischen Institutionen der Republik dem angepasst wurden. Der Senat nutzte die Gelegenheit, Gaius Gracchus zum Staatsfeind zu erklären. wurde der Feldherr Gaius Marius zum Konsul gewählt, ein Vertreter der Popularen und Anhänger der Ideen der Brüder Tiberius und Gaius Gracchus. Dabei zeigten sich Caesars Großneffe und Erbe Octavian, der spätere Augustus, und die caesarianischen Feldherren Marcus Antonius und Marcus Aemilius Lepidus den Caesarmördern auf Dauer überlegen. Ob er tatsächlich die Königsherrschaft anstrebte, war zu seiner Zeit und ist bis heute umstritten. Dies war ein Bruch mit der Tradition der Republik. Von diesem Zeitpunkt an ging es nicht mehr darum, ob Rom Republik bleiben würde, sondern nur noch darum, was an ihre Stelle treten sollte. im Krieg gegen die Parther gefallen war, entbrannte ein Kampf zwischen Caesar und Pompeius. In der Schlacht von Philippi besiegten Octavian und Antonius 42 v. Chr. Dies brachte ihm nicht nur ungeheure Reichtümer, sondern auch die Befehlsgewalt, das Imperium, über riesige Armeen. Vereinbarungsgemäß unterstützten seine Bündnispartner seine Wahl zum Konsul des Jahres 59 v. Chr. Was mit den gescheiterten Gracchischen Reformen und den Parteikämpfen zwischen Optimaten und Popularen begann, endete mit der Errichtung der absoluten Monarchie in Form des Prinzipats unter dem ersten römischen Kaiser August…